Hanfkleidung - kühl im Sommer, warm im Winter
Die Hanffaser ist eine so genannte Bastfaser, die aus den Pflanzenfasern in den Stängeln der Hanfpflanze gewonnen wird. Aus dieser belastbaren Naturfaser wird die immer beliebter werdende Hanfkleidung gewebt. Die textile Hanffaser ist eine Langfaser, die sehr hochwertige Charakteristika aufweist. Die Faser ist in der Lage eine große Menge an Feuchtigkeit aufzunehmen und so vom Körper wegzuführen. Aus diesem Grunde kühlt Hanfkleidung im Sommer, während sie im Winter wärmt. Das sind natürlich optimale Eigenschaften, um aus Hanf tragbare Naturtextilien zu schneidern.
Neben den technischen Eigenschaften hat der Hanf auch handfeste ökologische Vorteile. Pro Hektar kann der Hanf wesentlich mehr Fasern produzieren als die Baumwolle, so dass die Hanfpflanze (auch Cannabis sativa genannt) eine wichtige Alternative zur Baumwolle werden. Dies ist auch vor dem Hintergrund sich verknappender landwirtschaftlicher Flächen von Relevanz.
Aktuell ist Hanfkleidung noch deutlich teurer als konventionelle Baumwollkleidung. Aus diesem Grund werden die Fasern oft mit Baumwolle gemischt. Das ist sicherlich ein sinnvoller Kompromiss, damit die Nachfrage nach Hanf gesteigert werden kann. Aufgrund der hohen Qualität der Hanfkleidung interessieren sich nun auch langsam bekanntere Modehäuser für alternative Pflanzenfasern, nicht nur für den Hanf. Auch Kenaf und Leinen sind hierbei zu nennen. Sogar mit Jutefasern wird intensiv für textile Zwecke geforscht. Auch im bereich von Synthetikfasern auf Basis nachwachsender Rohstoffe wie Soja und Bambus wird intensiv geforscht. Die Königin unter den Pflanzenfasern ist aber eindeutig die Hanffaser aus der die Hanfkleidung produziert wird.