Ist ein Statikmischer notwendig
In fast jeder Produktion findet man heute Statikmischer. Doch sind diese wirklich unbedingt notwendig?
In immer größerem Umfang setzen zahlreiche Produktionszweige auf den Einsatz von einem Statikmischer in ihren Fertigungsprozessen. Aber ist das wirklich sinnvoll und angebracht? Das Verfahren klingt zunächst simpel. Nur glatte Röhrensysteme, keine beweglichen Teile, kein Verschleiß, weniger Wartung. Aber die Technik ist dann doch nicht ganz so einfach. Eine komplizierte Vakuumtechnik ist notwendig, um innerhalb der Röhrensysteme die Strömungen zu erzeugen, die gebraucht werden, um die einzelnen Substanzen überhaupt zu vermischen. Das heißt, die Mischbereiche müssen sehr dicht sein. Und die Vakuumpumpen, die Teil des Mischsystems sind, sind wesentlich komplizierter als die einfachen Elektromotoren, die herkömmliche mechanische Mischer antreiben. Das darf man nicht außer Acht lassen, wenn man erwägt, einen Statikmischer einzusetzen und damit vielleicht ein bewährtes System auszutauschen.
Klassische Mischsysteme sind sicher in vielen Bereichen einfacher zu handhaben. Ihre Technik ist leichter zu beherrschen.
Aber natürlich haben die Statikmischer erhebliche Vorteile. Sie sind eben doch wartungsärmer, da das Mischgut nicht mit beweglichen Teilen in Berührung kommt. Die Mischergebnisse sind wesentlich besser, homogener. Und sie lassen sich besser einstellen und justieren. Das Verfahren ist um einiges hygienischer, da das Mischgut nur mit den glatten Wandungen der Röhren in Berührung kommt. Es wird nicht durch die Bewegung des Rührmechanismus erhitzt. Man kann schneller auf Veränderungen reagieren und beispielsweise andere Komponenten beimischen oder ohne großen Aufwand das Mischungsverhältnis variieren.
Sicher gibt es Bereiche, in denen ein herkömmlicher Mischer ausreicht. Aber in vielen Produktionsbereichen ist es angebracht, auf die Nutzung eines Statikmischers umzurüsten. Die Vorteile überwiegen doch in erheblichem Maße und die Ergebnisse sind einfach besser.
Sandra Müller